Wie soll ein Schulvorplatz aussehen, der nicht nur sicher ist, sondern auch Spaß macht, zum Verweilen einlädt und Raum für eigene Ideen bietet? Genau dieser Frage sind zwei Klassen der Volksschule am Elisabethplatz in einem Workshop nachgegangen – mit klaren Vorstellungen und viel Begeisterung.
Den Ort gemeinsam erleben
Der Einstieg war bewusst körperlich und direkt: Gemeinsam machten sich die Kinder auf den Weg zum neuen Schulgebäude. Sie gingen die Strecke ab, um den Ort nicht nur zu besprechen, sondern tatsächlich zu erleben. So entstand von Anfang an ein gemeinsames Verständnis dafür, worum es geht: ein Raum, den sie künftig täglich nutzen werden.
Ideen mit den Händen gestalten
Im nächsten Schritt wurde es kreativ. Mit Plastilin formten die Kinder ihre Ideen und Vorstellungen. Dieses Arbeiten mit den Händen erwies sich als besonders wirkungsvoll: Alle Kinder konnten sofort loslegen, sich ausdrücken und ihre Gedanken sichtbar machen. Die Modelle wurden zum Ausgangspunkt für Gespräche über zentrale Themen wie Sicherheit, Hitze im Sommer, Rückzugsmöglichkeiten oder Bewegungsangebote. Es ging dabei weniger um einzelne Objekte als um die dahinterliegenden Qualitäten – also darum, wie sich der Ort anfühlen soll.
Mit KI die Zukunft sichtbar machen
Im dritten Teil kam ein KI-Tool zum Einsatz, das die Ideen der Kinder am Laptop visualisierte. Die entstehenden Bilder halfen dabei, gemeinsam weiterzudenken: Entspricht das der eigenen Vorstellung? Fehlt noch etwas? Ist das überhaupt umsetzbar? Dieser Schritt machte die Entwürfe greifbar und eröffnete eine neue Ebene der Diskussion. Außerdem hatten die Kinder viel Spaß beim Visualisieren.
Was Kindern wirklich wichtig ist
Die Stimmung im Workshop war fokussiert und lebendig. Die Kinder brachten sich aktiv ein, hörten einander zu und entwickelten ihre Ideen weiter. Besonders schön war auch ihr Feedback: Sie freuten sich und fühlten sich wertgeschätzt, dass sie gefragt werden und ihre Meinung zählt. Toll fanden sie auch, dass sie den neuen Schulvorplatz schon im nächsten Schuljahr selbst erleben werden.
Ein Platz für Bewegung und Ruhe
Inhaltlich zeigten sich klare Schwerpunkte. Die Kinder wünschen sich einen Ort, der Bewegung ermöglicht und Spaß macht – mit Raum zum Spielen, Klettern und Ausprobieren. Ebenso wichtig sind aber auch ruhige Bereiche zum Zurückziehen, Sitzen und Ausruhen. In der Gestaltung legen sie Wert auf eine freundliche, bunte und naturnahe Atmosphäre mit Bäumen, Schatten und Wasser. Sicherheit spielte ebenfalls eine zentrale Rolle: möglichst wenig Autoverkehr und sichere Querungen. Insgesamt geht es ihnen um einen lebendigen Ort, der sowohl Aktivität als auch Aufenthalt unterstützt.
Mitgestaltung, die Wirkung zeigt
Der Workshop zeigt eindrucksvoll, wie gut Kinder ihre Umwelt reflektieren und mitgestalten können, wenn man ihnen die passenden Werkzeuge und Räume dafür gibt. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig solche Beteiligungsformate sind: Sie machen erfahrbar, dass die eigene Stimme zählt – und dass Mitgestaltung tatsächlich Wirkung haben kann.