Wie kann das Van-Swieten-Viertel lebenswerter werden? Dieser Frage widmete sich die Grätzllabor-Gruppe „Zukunft im Van-Swieten-Viertel“ beim Straßenfest in der Garnisongasse am 12. Juni 2026. Mit mehreren Mitmach-Aktionen lud die Gruppe dazu ein, das Grätzl aus neuen Blickwinkeln zu betrachten, gemeinsam Ideen zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ziel der Initiative ist es, den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung weiterzuentwickeln und gemeinsam Visionen für ein klimafittes und lebenswertes Viertel zu sammeln.
Im Mittelpunkt der Gruppe selbst stand die Aktion „Alles im Rahmen“. An bestimmten Orten im Straßenraum waren leere Bilderrahmen angebracht, durch die Besucher:innen ihre Umgebung bewusst neu betrachten konnten. Der ungewöhnliche Perspektivwechsel regte dazu an, über die Zukunft des Straßenraums nachzudenken: Was macht diesen Ort heute aus? Was fehlt? Wie könnte er grüner, lebendiger oder angenehmer für Menschen werden? Die entstandenen Ideen und Wünsche konnten direkt in einem Büchlein unter dem Rahmen festgehalten werden und fließen als Anregungen in die weitere Arbeit der Grätzllabor-Gruppe ein.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Suche nach neuen Möglichkeiten für gemeinschaftlich genutzte Räume. Gemeinsam mit dem Projekt „Unsichtbare Quadratmeter“ von Studierenden der Angewandten wurden Potenziale im Grätzl sichtbar gemacht. Kreative Mitmach-Stationen und eine spielerische Suche nach versteckten Quadratmetern – oftmals in Form von mit Luft gefüllten Kubikmetern – luden Groß und Klein dazu ein, Orte zu entdecken, die künftig von der Nachbarschaft mitgenutzt werden könnten. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Spaziergang durch das Quartier, bei dem das Projekt und seine Ideen vorgestellt wurden. Dabei ergaben sich bereits erste Gespräche über eine zukünftige gemeinschaftliche Nutzung – beispielsweise von Tischtennisräumen – im Grätzl.
Großes Interesse weckten auch die Grätzlführung mit der professionellen Fremdenführerin Birgit Litschel. Die Teilnehmer:innen erfuhren Spannendes über die Geschichte des Van-Swieten-Viertels und entdeckten viele Details, die im Alltag oft verborgen bleiben.
Die ursprünglich für das Straßenfest geplante Fledermausführung (Bat-Walk) mit dem Öko Campus Wien musste aufgrund des schlechten Wetters verschoben werden. Sie wurde am Montag, 15. Juni, erfolgreich nachgeholt. Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, bei einem abendlichen Spaziergang die faszinierende Welt der Fledermäuse kennenzulernen und mehr über ihren Lebensraum sowie den Beitrag von Stadtnatur und Habitatarchitektur zum Artenschutz zu erfahren.
Die Gruppe bedankt sich bei allen Mitwirkenden und insbesondere beim ASH-Forum für die tolle Organisation des Straßenfests und Unterstützung bei den Aktionen der Gruppe.











