Unter dem Motto „Mehr Platz für die Nachbarschaft!“ setzte das Gehsteig-Picknick einen Impuls für eine nachhaltige Entwicklung unserer Quartiere. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Quartiere zukünftig noch lebendiger und lebenswerter werden können – durch mehr Raum für Begegnung, gemeinschaftliches Miteinander und Entschleunigung.
Mit dabei war die Projektgruppe Zukunft im Van-Swieten-Viertel mit dem Team von „unsichtbare m²“, das den Leerstandsbegriff erweitert und der Frage nachgeht: Wie können übersehene Räume von der Nachbarschaft mitgenutzt werden? Zwischen Eigentümer:innen und Mit-Nutzenden im Van-Swieten-Viertel im 9. Bezirk wird verhandelt. Mit lokalem Wissen entstehen Gespräche über bestehende Ressourcen: Können leerstehende Wohnungen, Lagerräume und übersehene Garagen temporäre und gemeinwohlorientierte Mitnutzungen finden? Unter dem Motto „Du siehst was, was wir nicht sehen“ waren die Besuchenden dazu eingeladen, Räume zu sammeln, die kaum genutzt werden, nicht zugänglich sind und Potential für eine Mitnutzung hätten. Gemeinsam wurden Ideen und Raumvorschläge gesammelt und darüber diskutiert, welche neuen gemeinschaftlichen Nutzungen dort entstehen könnten.
Denn diese untergenutzten Wohn- und Gewerbeflächen entziehen sich der Wahrnehmung, da ihre Nutzung meist innerhalb bestehender Eigentumslogiken gedacht wird. Daraus ergibt sich ein zentrales Problem: Während Raum in stark wachsenden Städten als spekulatives Anlageobjekt fungiert, bleiben potenziell mitnutzbare Flächen für die Nachbarschaft unzugänglich. Zehn Werkzeuge schlagen Bewohnenden Handlungsstrategien vor – wo die Stadtpolitik hinterher hinkt.
Beim gemeinsamen Picknick kamen Nachbar:innen miteinander ins Gespräch, tauschten Ideen, Raumvorschläge und Wünsche für die Zukunft des Quartiers aus und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag zwischen sommerlichen Regenschauern.
Mehr Informationen zum Team unsichtbare m² findet ihr hier.


