Neue Räume, viele engagierte Wiedner:innen und jede Menge Ideen für den Bezirk: Am 23. September haben wir unser neues Grätzlbüro im Planquadrat eröffnet – und die Gelegenheit gleich für unsere erste Projektschmiede genutzt.
Wir freuen uns sehr über diesen neuen Abschnitt: Künftig dürfen wir das Vereinslokal im Planquadrat gemeinsam mit dem Gartenhofverein Planquadrat nutzen. Damit haben wir einen neuen Ort für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Arbeiten an einer lebenswerten Wieden.
Ein gelungener Start im neuen Grätzlbüro
Zur Eröffnung kamen zahlreiche Interessierte, aktuelle und ehemalige Aktive sowie Menschen mit neuen Ideen für die Wieden. Bei einem kleinen Buffet gab es Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen, bekannte Gesichter wiederzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen.
Doch natürlich sollte an diesem Abend nicht nur gefeiert, sondern auch gemeinsam weitergedacht werden. Genau dafür war unsere Projektschmiede gedacht: Sie bringt aktuelle und ehemalige Aktive zusammen und schafft Raum, Erfahrungen, Wissen und neue Ideen miteinander zu verbinden.
Von der ersten Idee zum konkreten Projekt
Nach einer gemeinsamen Ideensammlung ging es in Kleingruppen ans „Schmieden“: Was könnte die Wieden noch lebenswerter, grüner, kühler und nachbarschaftlicher machen? Wo könnte eine Idee umgesetzt werden? Wem würde sie zugutekommen? Und was braucht es, damit daraus tatsächlich ein Projekt werden kann?
Mit unserem Projektschmiede-Template konnten die Teilnehmer:innen ihre Vorschläge Schritt für Schritt konkretisieren und dabei Nutzen, mögliche Umsetzung, offene Fragen und finanzielle Größenordnung mitdenken.
Dabei entstanden viele spannende und ganz unterschiedliche Ansätze: Beispielsweise Aufenthaltsmöbel in der Phorusgasse, Sitzmöbel kombiniert mit Begrünung, die Entsiegelung und Begrünung gepflasterter Parkplätze, kühlende Wasserelemente am Südtiroler Platz und Ideen, wie die Aufenthaltsqualität in Wohnstraßen verbessert werden könnte.
Auch größere Visionen waren dabei: etwa eine City Farm auf der Wieden oder eine Fahrrad-Rikscha als Fahrradtaxi für Senior:innen, angelehnt an die Idee von „Cycling Without Age“.
Die gute Stimmung und die vielen konkreten Vorschläge haben gezeigt, wie viel Wissen, Kreativität und Gestaltungsfreude in der Nachbarschaft steckt. Genau darum geht es im Grätzllabor: Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und Wege zu finden, wie daraus konkrete Projekte für die Wieden werden können.
Unterstützung durch das Förderbudget
Die entwickelten Projektideen aus der Projektschmiede sollen nun für eine Umsetzung über das Förderbudget des Grätzllabors geprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Dieses Förderbudget ist eine Finanzierungsmöglichkeit für Projekte, die aus dem Grätzllabor heraus entstehen.
Das Förderprogramm erweitert damit die Möglichkeiten, Ideen aus der Bevölkerung tatsächlich umzusetzen. Wichtig sind dabei unter anderem eine klare Projektbeschreibung, der Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung des Bezirks sowie eine realistische Einschätzung der Umsetzung und technischen Machbarkeit.
Wie geht es weiter?
Wir werden die entstandenen Ideen nun noch einmal genau durchsehen, ihre Machbarkeit prüfen und gemeinsam mit den Ideengeber:innen überlegen, welche Vorschläge sich für eine Einreichung eignen. Manche Idee braucht noch einen passenden Ort, manche Kooperationspartner:innen und manche noch ein wenig Feinschliff.
Wir freuen uns darauf, die eine oder andere Idee aus der Projektschmiede schon bald gemeinsam auf den Weg zu bringen – und auf viele weitere Begegnungen in unserem neuen Grätzlbüro im Plani!



