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Grätzlheld aus Währing: Peter hat eine Boule-Bahn für alle in Gersthof mitgebaut

„Der Gersthoferplatz war für mich wie eine Autobahnstation.“
Mit diesem Eindruck begann für Peter Schöler und die Projektgruppe „Lebenswertes Gersthof“ das Engagement im Grätzllabor Währing.

Aus dem Wunsch nach mehr Platz für Menschen entstand eine Gruppe, die seit vielen Jahren dranbleibt. Schritt für Schritt setzt sie sich für ein lebenswerteres Gersthof ein: mit mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün, sichereren Wegen und Orten, an denen Nachbar:innen zusammenkommen können.

„Es muss möglich sein, auf einer stark befahrenen Straße etwas für die Menschen zu machen“, sagt Peter.

Heute ist im Grätzl sichtbar, was gemeinsames Engagement bewirken kann. Der Gersthoferplatz wurde umgestaltet, neue Bäume und Sitzmöglichkeiten sind entstanden. Auch sichere Übergänge und mehr Raum zum Verweilen gehören zu den Veränderungen. Zusätzlich bringt ein Flohmarkt seit vielen Jahren Menschen aus dem Grätzl zusammen.

Eine Boule-Bahn für alle am Türkenschanzplatz

Das aktuellste Projekt der Gruppe ist die Boule-Bahn für alle am Türkenschanzplatz. Sie wurde vor dem Haus an der Türkenschanze umgesetzt und ist inzwischen eröffnet.

Die Idee dahinter ist einfach: Ein Ort, an dem Menschen aus der Nachbarschaft miteinander ins Spiel kommen. Bewohner:innen des Hauses, Kinder, ältere Menschen, Besucher:innen und Nachbar:innen können die Bahn nutzen, zuschauen, mitspielen oder einfach ins Gespräch kommen.

Dabei geht es nicht um Wettkampf. Es geht um gemeinsames Erleben: spielen, reden, Zeit verbringen und einander begegnen. Gerade Boule eignet sich dafür gut, weil es Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringen kann und keine Vorkenntnisse braucht.

„Du siehst, wie Menschen plötzlich aufstehen und mitspielen – das ist wirklich schön“, erzählt Peter.

Gemeinsam gebaut, gemeinsam genutzt

Entstanden ist die Boule-Bahn mit vielen helfenden Händen. Gemeinsam wurde geschaufelt, gerecht und vorbereitet. So wurde aus einer Idee ein neuer Treffpunkt im Grätzl.

Für Peter ist genau das ein wichtiger Teil seines Engagements. Es geht nicht darum, von heute auf morgen alles zu verändern. Es geht darum, anzufangen, dranzubleiben und gemeinsam kleine Schritte zu setzen.

„Du kannst nicht mit der Brechstange durch die Gegend gehen. Es braucht Zeit“, sagt er.

Was bleibt?

Peter und die Projektgruppe „Lebenswertes Gersthof“ zeigen, wie Veränderung im Grätzl entstehen kann: durch Menschen, die hinschauen, Ideen einbringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Ob Platzgestaltung, Flohmarkt oder Boule-Bahn: Immer geht es darum, Orte zu schaffen, die im Alltag wirklich genutzt werden und das Zusammenleben stärken.

Was Peter motiviert, ist auch das Gefühl, etwas zurückzugeben: „Man muss auch einmal etwas zurückgeben. Das tut richtig gut.“

Die Boule-Bahn am Türkenschanzplatz ist dafür ein konkretes Beispiel: ein neuer Ort für Begegnung, Spiel und Nachbarschaft in Gersthof.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Aktionsprogramm Grätzloase engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Grätzllabor engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Alex Hauff, LA 21 Wien