Am 03. September 2026 diskutierten im Rahmen des Grätzllabors Josefstadt die Projektgruppe ACHTsames Straßenleben und interessierte Anrainer:innen mit Verkehrsplanerin Charis Kowald über Schulwegsicherheit und verkehrsberuhigte Schulumfelder. Am Beispiel der Lange Gasse – wo mehrere Bildungseinrichtungen aufeinandertreffen – wurden Gefahrenstellen wie „Elterntaxi“-Chaos, schlechte Sichtverhältnisse und schnelle Abbiegevorgänge analysiert.
Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet: Ihr Sichtfeld ist um etwa 33 % kleiner als das von Erwachsenen, und ihr Gefahrenbewusstsein entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter und Erfahrungen im Straßenraum. Ein aktiver Schulweg (zu Fuß oder mit dem Rad) fördert nicht nur Gesundheit und Konzentration, sondern auch soziale Kontakte und selbstständiges Handeln. Eltern sind aufgrund von Sorge und unsicheren Schulumfeldern oft zurückhaltend, selbstständige Mobilität der Kinder zuzulassen. Schulstraßen – in Österreich gemäß § 76d StVO oder in Wien als Wiener Modell (temporäres Fahrverbot) – können hier Sicherheit und Vertrauen schaffen, indem sie den Kfz-Verkehr zu Bring- und Holzeiten einschränken.
Die Folien zur Veranstaltung stehen euch hier zum Download zur Verfügung.