KI trifft Grätzl: So lebendig war das Beteiligungsevent

Wie kann der Vorplatz in der Belvederegasse künftig sicherer, grüner und lebenswerter werden? Dieser Frage widmete sich das öffentliche Beteiligungsevent am 24. April 2026 am Elisabethplatz. Zahlreiche Anrainer:innen, Eltern, Kinder und Interessierte nutzten die Gelegenheit, ihre Perspektiven und Ideen für die zukünftige Gestaltung des Straßenraums einzubringen.

Gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Wieden, Urban Innovation Vienna, dem AIT Austrian Institute of Technology und der Stadt Wien wurde die Belvederegasse temporär für Beteiligung und Austausch geöffnet. Ziel war es, den öffentlichen Raum direkt vor Ort gemeinsam neu zu denken – niederschwellig, sichtbar und für alle zugänglich.

Beteiligung mit analogen und digitalen Methoden

Vor Ort gab es mehrere Beteiligungsstationen: klassische Gesprächsformate mit Ideen-Sammlung und Bohnenumfrage, eine KI-gestützte Visualisierungsstation bei der die Teilnehmer:innen Zukunftsbilder des neuen Schulvorplatzes erstellen konnten sowie eine mehrsprachige Audio-Station, bei der Meinungen eingesprochen werden konnten. Die Kombination aus analogen und digitalen Werkzeugen ermöglichte vielfältige Zugänge und brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen.

Sicherheit als zentrales Thema

Besonders deutlich wurde: Die Sicherheit von Kindern hat für die meisten oberste Priorität. Da sich in der Gasse künftig ein weiterer Schulstandort befindet und Kinder zwischen den Gebäuden unterwegs sein werden, wünschen sich viele eine deutliche Verkehrsberuhigung und sichere Wegeführungen. Genannt wurden unter anderem eine Verschwenkung der Fahrbahn und Bodenmarkierungen um das Tempo rauszunehmen.

Mehr Grün und Aufenthaltsqualität

Große Zustimmung gab es für mehr Begrünung und Entsiegelung. Gewünscht wurden Bäume, Blumen, Schatten und kühlende Grünflächen – nicht zuletzt als Antwort auf die sommerliche Hitze. Als Vorbild wurde mehrfach der neu gestaltete Elisabethplatz genannt. Auch bunte Bodenmarkierungen, Sonnensegel oder ein attraktiver Vorplatz mit Lern- und Bewegungsangeboten für Kinder wurden vorgeschlagen.

Viele Teilnehmende wünschen sich eine Umgestaltung von einer reinen Verkehrsfläche hin zu einem lebendigen Aufenthaltsort für das Grätzl. Gleichzeitig wurde aber auch der Wunsch nach Ruhe geäußert – insbesondere am Abend. Sitzgelegenheiten wurden daher unterschiedlich bewertet: Während manche mehr Aufenthaltsqualität begrüßen würden, befürchten andere zusätzliche Lärmbelastung.

Verkehrsberuhigung

Spannendes Thema war auch die zukünftige Rolle des Autoverkehrs. Während sich viele eine weitgehend autofreie Zone wünschen, äußerten andere Sorgen um Zufahrtsmöglichkeiten, etwa für ältere Menschen oder Lieferdienste.

Auch der Radverkehr spielte eine wichtige Rolle: Die Belvederegasse wird als wichtige Verbindung Richtung Argentinierstraße gesehen. Gleichzeitig wünschen sich viele langsameren und sichereren Radverkehr.

Nächste Schritte

Das Beteiligungsevent zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an der Zukunft der Belvederegasse ist. Unterschiedliche Bedürfnisse wurden sichtbar gemacht und wichtige Perspektiven gesammelt – von Schulwegsicherheit über Begrünung bis hin zu Fragen der Nutzung und Erreichbarkeit.

Die Ergebnisse fließen nun in die weiteren Überlegungen zur Gestaltung des Schulvorplatzes ein. Das Grätzllabor Wieden bedankt sich bei allen Teilnehmer:innen für ihre Ideen, Beiträge und Diskussionen!

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Aktionsprogramm Grätzloase engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Grätzllabor engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

LA21 Wien & Alex Hauff