Die Grätzloase Oasenstattgasse im 18. Bezirk bietet mehr als einen Ort zum Entspannen im Grünen. Durch das Engagement von Jana und Selçuk ist hier eine lebendige Strick- und Häkelrunde entstanden. Aus der einfachen Idee, Handarbeiten nach draußen zu verlegen, entwickelte sich ein neuer Treffpunkt im Grätzl. „Irgendjemand hat vorgeschlagen: Warum machen wir das nicht im Freien? Und so hat alles angefangen“, erzählt Jana.
Seitdem nutzen viele das grüne Parklet als Ort zum gemeinsamen Stricken, Häkeln und Plaudern. Wer vorbeigeht, bleibt oft stehen, kommt ins Gespräch oder schaut kurz zu. Auch wenn einmal eine Masche von der Nadel rutscht, finden sie gemeinsam schnell eine Lösung. So entsteht Begegnung ganz nebenbei.
Mit ihren Nadeln setzen sich die Grätzlheld:innen auch für eine nachhaltige Zukunft ein. Die Strickgruppe beteiligt sich aktiv am Projekt „Knit Planeta – Klimawandeltuch“. Dabei entsteht ein gemeinsames textiles Kunstwerk, das die globale Erderwärmung sichtbar macht. Monat für Monat stricken oder häkeln die Teilnehmenden in unterschiedlichen Farben die Temperaturabweichungen ihres Wohnorts im Vergleich zu einem langjährigen Durchschnitt. Das Tuch zeigt nicht einzelne heiße oder kalte Tage, sondern macht sichtbar, wie sich das Klima über Jahre verändert.
So wird der Klimawandel nicht nur verständlich, sondern auch greifbar – und im wahrsten Sinn des Wortes tragbar. Wer genau hinschaut, kann die Veränderungen direkt im Muster erkennen.
Neben Handarbeit und Gesprächen gehört auch das gemütliche Beisammensein dazu. Manchmal stoßen die Teilnehmenden bei den Treffen gemeinsam an und genießen die Zeit miteinander.
Die Grätzloase Oasenstattgasse zeigt, wie aus einer einfachen Idee ein lebendiger Ort für Austausch, Kreativität und Engagement entstehen kann. Vielen Dank an Jana, Selçuk und alle Beteiligten für diesen besonderen Beitrag zum Grätzl.