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Lena & Andreas schaffen mit der Costaoase einen schattigen Treffpunkt

Vor der Costagasse 13 im 15. Bezirk ist seit 2024 eine Gräzloase fürs Grätzl entstanden: die Costaoase. Eine U-förmige Sitzbank, flexible Tische und begrünte Seitenwände schaffen einen schattigen Rückzugsort mitten im dicht bebauten Stadtgebiet.

Betreut wird die Costaoase von Lena Knilli und Andreas Beckmann gemeinsam mit weiteren Nachbar:innen. Beide leben seit rund 20 Jahren im Grätzl und setzen sich seit vielen Jahren für mehr Gemeinschaft, mehr Grün und eine lebenswertere Umgebung ein.

Der Wunsch nach Veränderung entstand aus einer konkreten Alltagserfahrung: Als Lena und Andreas mit ihren Kindern in die Costagasse zogen, war die Straße sehr grau. Ältere Nachbar:innen erzählten ihnen von früheren Gärten und offenen Flächen, in denen Kinder spielen konnten. Daraus entstand nach und nach der Wunsch, die Gasse wieder grüner und lebendiger zu machen.

Mit der Costaoase ist ein Ort entstanden, an dem sich viele dieser Anliegen verbinden: Begrünung, Nachbarschaft, Aufenthalt im Freien und gemeinsames Tun. Die Oase wird von unterschiedlichen Menschen genutzt, zum kurzen Ausruhen, für Gespräche, zum Tee trinken, Stricken oder einfach zum Dableiben.

Besonders in Erinnerung geblieben ist Lena und Andreas das Feedback einer Anrainerin:
„Ich habe zuerst gedacht: wieder ein Parkplatz weniger, aber ich habe meine Meinung geändert: Ich sitze hier gerne mit meinem Enkerl!“

Solche Rückmeldungen zeigen, welche Wirkung ein kleiner Ort im öffentlichen Raum haben kann. Die Costaoase verändert nicht die ganze Straße auf einmal. Aber sie schafft einen Platz, der im Alltag genutzt wird und Begegnungen möglich macht.

Neben der täglichen Nutzung finden in der Costaoase auch kleine Veranstaltungen statt, etwa Maskenbasteln, Minigolf, Parklet Day oder Kürbisschnitzen. Zusätzlich führen Lena und Andreas seit zwei Jahren Gespräche mit älteren Nachbar:innen und Menschen, die schon lange im Grätzl leben. In diesen Interviews sammeln sie Erinnerungen, Alltagserfahrungen und Geschichten aus dem Bezirk. Die Costaoase wird damit auch zu einem Ort, an dem Grätzelwissen sichtbar bleibt.

„Wir interessieren uns beide sehr für den Community-Gedanken und die kleine soziale Utopie, die in so etwas enthalten ist“, erzählen Lena und Andreas über ihre Motivation.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Manchmal ist die abendliche Nutzung der Oase ein Thema, etwa wenn es spät laut wird und sich Nachbar:innen gestört fühlen. Der Austausch mit dem Team der Grätzloase war für Lena und Andreas dabei eine wichtige Unterstützung.

Was sie antreibt, ist die Überzeugung, dass auch kleine Schritte etwas bewirken können. Besonders wertvoll sind für sie die Begegnungen, die rund um die Oase entstehen – beim Gießen, Pflegen, Reinigen oder einfach beim gemeinsamen Sitzen.

Für die Zukunft wünschen sie sich ein noch lebenswerteres Grätzl: weniger unnötigen Durchgangsverkehr, mehr sichere Wege, mehr Grün und den Westbahnpark als großen Park mit Wiesen und Bäumen für den dicht besiedelten 15. Bezirk.

Anderen Menschen, die selbst aktiv werden möchten, geben Lena und Andreas einen einfachen Rat mit:

„Tut euch zusammen und traut euch!“

Die Costaoase zeigt, wie aus einer Idee und gemeinschaftlichem Engagement ein Ort entstehen kann, der das Grätzl im Alltag bereichert, schattig, offen und nachbarschaftlich.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Aktionsprogramm Grätzloase engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Grätzllabor engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

minigolf auf der straße
Alex hauff LA 21 Wien