Neues Living Lab in der Quadenstraße

Grätzlmacherin Verena bringt mit dem „Living Lab Rooming Inn“ Lebendigkeit und Engagement nach Hirschstetten. Sie ist eine Forscherin, aber ohne Labor und Kittel. Sondern mit Projekten, die sich direkt positiv auf ihr Grätzl auswirken. Grätzllabor-Beauftragte Cornelia Sucher hat mit Verena über ihr Engagement und das neue Living Lab gesprochen:


Liebe Verena, was verbindet dich mit dem Bezirk Donaustadt?
„Die Donaustadt hat in meinem Leben und in meiner Arbeit ganz neue Perspektiven eröffnet. Besonders interessiert mich, wie hier mit der Verschmelzung von Stadt und Land umgegangen wird.“

Du hast in der Quadenstraße ein Living Lab aufgebaut. Bitte erzähl uns ein bisschen, was das ist. „Mit dem Living Lab bieten wir Nahversorgung für Hirschstetten. Von der warmen Tasse Kaffee, über kostenlosen Kunst- und Kulturveranstaltungen hin zum gratis Kindermoden Pop-up. Damit stärken wir Fürsorge und Demokratie im direkten Lebensumfeld der Hirschstettner*innen. Wir wirken der Schlafstadt entgegen und fördern ein aktives und Gemeinwohl-orientiertes Lebensumfeld. Ein Living Lab ist ein Ort für Experimentieren und Forschen ­– mitten im Alltag, aber ohne Mikroskope und Reagenzgläser. Wir untersuchen das Zusammenleben direkt im öffentlichen Raum. Wichtig ist uns, Raum zu schaffen, in dem besonders junge Menschen ihre Bedürfnisse artikulieren und mitgestalten können.“

Was hast du schon erreicht? „Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Hintergründen sind zusammengekommen, haben gekocht, gespielt, diskutiert und Räume gestaltet und geteilt. Dabei wurde sichtbar: Care-Arbeit, Nachbarschaftshilfe und ökologische Verantwortung sind keine Randthemen, sondern Grundlagen einer demokratischen Stadt.“

Wer kann mitmachen? Und wie? „Alle, die Lust haben! Das Living Lab ist bewusst niedrigschwellig – man kann vorbeikommen, an Haus und Garten mitbauen, gemeinsam lesen, Ideen einbringen und umsetzen oder einfach zuhören. Es gibt keine Eintrittspreise, keine Vorbedingungen.”

Welche Ziele oder Visionen treiben dich an, dich zu engagieren? „Mich bewegt die Frage, wie wir Stadt so gestalten können, dass sie nicht nur ökonomisch funktioniert, sondern auch fürsorglich. Das ist ein zutiefst ökofeministisches Anliegen: Umwelt- und Sorgekrisen sind miteinander verflochten. Meine Vision ist eine Stadt, in der Nachbarschaften und Netzwerke als Ressource gestärkt werden.“

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Aktionsprogramm Grätzloase engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Grätzllabor engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich.