Mit dem Park der Artenvielfalt in Breitenlee entsteht ein neuer Landschaftspark mit über 11 ha Fläche. Die Dorfgemeinschaft Breitenlee lud am 5. Oktober zu einem Lokalaugenschein ein. 25 Breitenleer:innen nutzten die Gelegenheit, in die Entstehungsgeschichte des Parks einzutauchen und bei einem Rundgang auf Tuchfühlung mit der Artenvielfalt zu gehen.
Helge Schier vom Landschaftsarchitekturbüro ZwoPK hat den Park im Auftrag des Forstbetriebes der Stadt Wien geplant. Er gab uns einen Überblick – und zwar am etwa 20 m hohen Hügel in der Mitte des Parks – eine Besonderheit in dieser flachen Gegend. Von hier aus kann man jetzt wieder den Wienerwald sehen. Der Hügel wurde mit Aushubmaterial der angrenzenden Baustellen errichtet – in Summe 40.000 Kubikmeter Aushub vom Stadtentwicklungsgebiet Berresgasse.
Der Landschaftspark unterscheidet sich von urbanen Parks. Allein schon aufgrund seiner Größe wird er weniger intensiv gepflegt. Es gibt nicht so viele befestigte Wege, dafür aber ausgedehnte naturnahe Wiesen, Magerwiesen, – und Gehölzflächen. Besucher:innen können sich hier frei bewegen und die Vielfalt der Pflanzen und Tiere wahrnehmen, herumspazieren, sich entspannen. Und den Hügel zum Rodeln benützen, falls Schnee fällt.
Helge Schier brachte uns weitere Besonderheiten näher: Das Projekt „Zukunftsbäume“ Hier untersucht die Gartenbauschule Schönbrunn auf zwei Versuchsflächen das Wachstumsverhalten von 8 Baumarten (Eiche, Buche, Ahorn, Pappel, Kirsche, Hainbuche, Esche und Linde) in geänderten Klimabedingungen. In einem Beteiligungsprojekt haben Mädchen aus der AHS Contiweg sich einen tollen Hochstand für den Hügel ausgedacht und unter Begleitung von Greenlab bei einem Bautag selbst errichtet.
Vieles ist noch ganz frisch gepflanzt, entwickelt sich gut, wie auch der neu gepflanzte Wald der jungen Wiener:innen. Direkt an den Park der Artenvielfalt grenzt ein Wald der vor 25 Jahren von jungen Wiener:innen gepflanzt wurde. Ein hoffnungsvoller Ausblick in die Zukunft.








