Am 11. März 2026 wurde beim Thementreff „Parken | Mobilität“ im Grätzllabor Neubau intensiv diskutiert, wie der öffentliche Raum im 7. Bezirk künftig genutzt werden kann. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Frage: Wie schaffen wir eine faire Raumverteilung, die den Alltag der Menschen verbessert und die 7-Minuten-Stadt weiter stärkt?
Schnell wurde klar: Wer übers Parken spricht, spricht über Raumverteilung – und damit über die Zukunft unserer Grätzl.
Raum ist knapp – und vielseitig gefragt
Straßen – gerade in so dichten Bezirken wie Neubau – sind mehr als Verkehrsflächen. Sie sind Lebensraum, Wirtschaftsraum und Begegnungsort zugleich. Genau deshalb ist die Nutzungsmischung so entscheidend.
Im Kontext der 7-Minuten-Stadt stellt sich die Frage: Wie schaffen wir es, dass Wege kurz bleiben, aktive Mobilität gestärkt wird und gleichzeitig genug Raum für Aufenthalt, Austausch und lokale Wirtschaft bleibt?
Der Thementreff knüpfte dabei an Diskussionen aus dem Grätzl-Häck an und öffnete den Blick für das große Ganze: Parkraum neu denken heißt, öffentliche Räume neu denken.
Fachinput und Perspektiven aus dem Bezirk
Einen fachlichen Einstieg lieferte Romain Molitor (von komobile Büro für Verkehrsplanung) mit Einblicken in den „Masterplan Gehen“ und den „Masterplan Grün“ für Neubau. Diese zeigen, wie aktive Mobilität und klimafitte öffentliche Räume im Bezirk weiterentwickelt werden können.
Besonders wertvoll waren auch die Perspektiven der Teilnehmer:innen. Sie brachten konkrete Erfahrungen aus ihrem Alltag ein:
- In der Siebensterngasse fehlen Haltebereiche für Betriebe und Kund:innen.
- Am Spittelberg führt die touristische Nutzung zu Belastungen für die Wohnbevölkerung.
- E-Ladestationen werden durch parkende Autos blockiert.
- Wichtig ist es, Neubau als gut funktionierenden Geschäftsbezirk langfristig zu sichern.
Diese Beispiele zeigen: Die Frage nach Parkraum ist eng mit Nutzungsmischung, Lebensqualität und Fairness im öffentlichen Raum verbunden.
Was heute schon möglich ist
Dass Veränderung möglich ist, zeigen temporäre Nutzungen im Bezirk. In der Stiftgasse wurde im Rahmen des Grätzllabor Neubau der Straßenraum bereits mehrfach für gemeinsame Aktivitäten geöffnet – ein Beispiel dafür, wie öffentlicher Raum neu genutzt werden kann. Solche Initiativen machen sichtbar, wie viel Potenzial in flexiblen, gemeinschaftlichen Nutzungen steckt.
Vom Reden ins Tun kommen
Der Thementreff hat gezeigt: Es gibt viele Ideen – und großes Interesse, den Bezirk aktiv mitzugestalten. Jetzt geht es darum, diese Impulse weiterzuentwickeln und erste Schritte auszuprobieren.
Bring deine Ideen ein!
Du hast selbst Ideen zur Raumverteilung, zu Parken und Nutzungsmischung oder zu besseren öffentlichen Räumen im Neubau? Dann mach mit!
👉 Bring deine Ideen ein und werde Teil der 7-Minuten-Stadt.