Widerstandskämpfer:innen aus Liesing

Zum Gedenken an drei mutige Menschen, die sich dem NS-Unrecht widersetzten und für Freiheit, Menschlichkeit und Würde ihr Leben riskierten wurde zwei Gedenksteine für Alfred Goldhammer sowie für Apollonia und Florian Binder am 27. Juni 2025 eröffnet.

Alfred Goldhammer (1907–1942) war Gerbermeister und organisierte in Wien eine kommunistische Widerstandsgruppe in seiner Fabrik. Er wurde 1941 verhaftet und 1942 vom NS-Regime hingerichtet.

Apollonia „Plonerl“ Binder (1898–1944) arbeitete als Hilfsarbeiterin bei der Reichsbahn. Gemeinsam mit ihrem Mann Florian Binder (1901–1944), Schlossergehilfe, leitete sie eine kommunistische Widerstandsgruppe in Inzersdorf. Beide wurden 1942 verhaftet, 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch im selben Jahr im Wiener Landesgericht hingerichtet.

Alle drei setzten sich mutig gegen das nationalsozialistische Regime ein: Sie organisierten Treffen, verteilten illegale Schriften und hielten den Widerstand lebendig – trotz drohender Verfolgung.

Zum Gedenken an ihr Opfer haben wir drei Gedenksteine verlegt: für Alfred Goldhammer in der Triester Straße 235 sowie für Apollonia und Florian Binder in der Altwirthgasse 4.

Ihr Einsatz erinnert bis heute daran, dass Zivilcourage und Widerstand selbst unter schwersten Bedingungen möglich sind.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Aktionsprogramm Grätzloase engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Grätzllabor engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich.