Vom Wunsch zum Treffpunkt: Das Kagraner Platzerl am Mergenthaler Platz

Wie wird aus einer Idee ein Ort, an dem Menschen gerne zusammenkommen? Das Kagraner Platzerl zeigt, wie engagierte Bewohner:innen im Grätzllabor Donaustadt öffentlichen Raum neu gestalten – Schritt für Schritt, von der ersten Idee bis zur Umsetzung.

Am Anfang stand ein einfacher, aber klarer Wunsch: Es braucht hier mehr Plätze zum Hinsetzen, Plaudern und Begegnen! Gabi, eine engagierte Kagraner Bewohnerin brachte diesen Wunsch ein – und traf damit einen Nerv. Beim Ideenwettbewerb „Ich fang was an in Kagran“ des Grätzllabors Donaustadt brachte sie die Idee eines „Plauderplatzerls“ ein. Diese und weitere Ideen wurden gebündelt, Menschen miteinander vernetzt und ins Tun gebracht. So entstand die Projektgruppe „Öffentlicher Raum Kagran“.

Gemeinsam wurden die Qualitäten des Kagraner Platzerls definiert: offen, einladend, grün, kommunikativ. Im Dialog mit Planern nahmen diese Qualitäten Form an, gebaut wurde das Platzerl schließlich von GreenLab, einem sozialökonomischen Betrieb aus der Seestadt. Herausgekommen ist kein Standard-Stadtmöbel, sondern ein eigens entwickeltes Plauderplatzerl: eine Pergola mit zwei Sitzbereichen. Auch der Standort wurde gemeinsam gewählt – eine zuvor ungenutzte Restfläche am Mergenthalerplatz.

Direkt nach der Fertigstellung im vergangenen Dezember erprobte Gabi gemeinsam mit der Projektgruppe das Kagraner Platzl – angeregtes Plaudern und gemütliches Sitzen sind ab jetzt hier zu jeder Jahreszeit möglich.

Im Frühjahr werden gemeinsam Kletterpflanzen gesetzt, die Gruppe kümmert sich um Pflege und denkt bereits an neue Ideen – etwa einen offenen Bücherschrank.

Carina Sacher und Lukas Vejnik von der Grätzllabor Projektgruppe „Architektur in Kagran“ haben sich intensiv mit der Bildungsarchitektur der Wiener Volkshochschulen beschäftigt und ein tolles Buch dazu veröffentlicht. Auch das Bezirkszentrum Donaustadt als einer dieser wertvollen Bildungsräume wurde darin portraitiert.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Aktionsprogramm Grätzloase engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

Hinweis: Dieser Beitrag stammt von Bürger:innen, die sich im Grätzllabor engagieren. Für die Inhalte sind die Bürger:innen daher selbst verantwortlich. 

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